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Trotz Aufträgen insolvent
Die Rechnung mit dem angegebenen Zahlungsziel und S-Skonto wurde schon lange verschickt. Doch auf dem eigenen Konto geht keine Zahlung ein. Jeden Tag schaut man aufs Neue nach, weil man von einem Fehler ausgeht. Schließlich war der Kunde vertrauenswürdig, freundlich und man ging von einem validen Unternehmen aus.
Valerie Feifel
veröffentlicht am 12. Oktober 2024
Zuerst eine freundliche Zahlungserinnerung. Doch auch nach der ersten und zweiten Mahnung weiterhin keine Meldung vom Kunden. Langsam wird man nervös, da es sich um eine hohe Summe handelt. Man selbst ist auf das Geld angewiesen, da man damit neue Bestellungen investiert. Es folgt die letzte Mahnung.
Obwohl man eigentlich schon weiß: der Kunde wird nicht zahlen. Offene Rechnungen, Kunden, die sich nicht mehr melden oder auf Anrufe reagieren. Jeder Unternehmer kennt das.
Zehn bis zwanzig Prozent der Zahler sind überfällig! Die jetzige Wirtschaftslage kurbelt das noch weiter an.
Nächste Ausfahrt: Insolvenz
Jede vierte Insolvenz ist auf zu spät bezahlte Rechnungen zurückzuführen.
(https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/insolvenzen-vorbote-unternehmen-lassen-sich-bei-rechnungen-immer-mehr-zeit-01/100063548.html)
Offene Rechnungen führen unumgänglich zur eigenen Zahlungsunfähigkeit. Ausbleibende Kosten summieren sich rasant und so ist man selbst schnell in der Situation, Rechnungen, Miete oder Mitarbeiter nicht mehr zahlen zu können.
Unverschuldet wird man so selbst zum Zahlungsunfähigen.
„Ein fehlendes Forderungsmanagement hat katastrophale Folgen auf die Finanzlage eines Unternehmens“, warnt Rechtsanwalt Marius König.
Schneller, als man sich versieht, befindet man sich selbst im Teufelskreis derjenigen, die ihre Rechnung nicht mehr zahlen können.
Das wiederum führt dazu, dass Kredite bei Banken, wie z.B. ein Darlehen für Exportfinanzierung, Projektfinanzierungen oder Investitionskredite, nicht pünktlich bezahlt werden können. So fällt man leicht in Misskredit bei den Banken. Das kann dazu führen, dass man keine weiteren Kreditzusagen erhält. Eine Katastrophe für alle Unternehmen, die für ihren Wirtschaftsbetrieb auf Kredite angewiesen sind.
Obendrauf kommen noch hohe Zinsen, wenn eigene ausstehende Rechnungen durch Finanzierungen überbrückt werden.
Die Insolvenz steht vor der Tür - den Insolvenzverwalter hört man schon klopfen.
Jedes Unternehmen ist betroffen
Jedes Unternehmen, egal wie klein oder groß, ist von zu spät oder gar nicht bezahlten Rechnungen betroffen. Jeder hat offene Kosten. Aber vor allem Handwerker, Dienstleister und kleinere Unternehmen sind auf die pünktliche Zahlungsmoral ihrer Kunden angewiesen.
In der momentanen Wirtschaftssituation wird es durch steigende Zinsen, hohe Baukosten und bürokratische Hürden in der Baubranche zunehmend mehr.
Wenn man selbst erst einmal davon betroffen ist, dass man nicht mehr von seinem Kunden bezahlt wird, kommt man auch schnell in Zahlungsnöte. Die offenen Rechnungen verlagern sich auf den nächsten Lieferanten oder Handwerker.
Laut einer Auswertung aus dem ersten Halbjahr 2024 zahlen vor allem die großen Unternehmen, die als AGs gelistet sind, am längsten ihre offenen Rechnungen nicht. Bis zu 56 Tage zögern sie das Zahlungsziel heraus. Sie verbessern so ihre eigene Liquidität und schaden damit den kleinen und mittelständischen Unternehmen.
(https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/zahlungsmoral-unternehmen-verschlechtert-sich-100.html)
Doch wie schafft man es, dass Unternehmen zukünftig Zahlungsziele einhalten?
Marius und Maren König von der Rechtsanwaltskanzlei König & Partner aus Überlingen raten dazu, ein Forderungsmanagement anzulegen. Oft sind es das fehlende Forderungsmanagement und die fehlenden Konsequenzen, die den kleinen Unternehmen das Genick bricht. Auch viele Neukunden neigen dazu, nicht zu zahlen.
„Prüfen Sie die Liquidität ihrer Kunden im Vorfeld“, rät Rechtsanwältin Maren König
Unser Tipp: Bei Creditreform kann man die Liquidität von Unternehmen checken. Auch bei Northdata oder dem Bundesanzeiger lassen sich Kassenbestand, Umsätze und Gewinne oder Verbindlichkeiten bei GmbHs prüfen.
Eine weitere Absicherung ist es, Vorkasse zu verlangen oder bei hohen Summen Meilensteine bei der Bezahlung zu vereinbaren. Dadurch bekommt man mehr Sicherheit für seine Leistung bezahlt zu werden.
Konsequentes Handeln ist der Schlüssel im Forderungsmanagement.
Dazu zählen schriftliche Vereinbarungen und zeitnahe Mahnungen.
Denn wer konsequent mit seinen Mahnungen ist, bekommt mit höherer Wahrscheinlichkeit sein Geld von den Kunden.
Doch was, wenn auch diese Absicherungen nichts bringen und das langersehnte Traumprojekt zum Albtraumprojekt wird?
Worauf es ankommt
Rechtsanwaltskanzlei König & Partner hat sich genau hierauf spezialisiert.
Immer mehr betroffene Unternehmen kamen mit Forderungen von sechsstelligen Summen oder mehr auf sie zu. Laut Maren König gibt es immer mehr Menschen mit einer schlechten Zahlungsmoral. Selbst bei Verzugszinsen von über zwölf Prozent scheuen sie nicht zurück, Rechnungen offen zu lassen.
Eine ausgelagerte Rechtsabteilung bei König & Partner bietet Unternehmen viele Vorteile.
Zum einen schafft es Vertrauen, eine persönliche Anwaltskanzlei zu haben. Denn sie kennt die individuellen Interessen und Bedürfnisse des Unternehmens, kann diese besser vertreten und ist bei gerichtlichen Verhandlungen auch engagierter und fokussierter, die Ziele einzufordern. Sei es bei der IT-Sicherheit, bei Arbeits-, Unternehmens- oder Kundenverträgen - ob vor Ort oder online erreicht man schnell seinen persönlichen Ansprechpartner.
Zum anderen ist der größere Druck, der entsteht, wenn ein juristisches Schreiben von einem Anwalt kommt, ein psychologischer Vorteil. Denn dieses hat oft eine autoritäre Wirkung auf den Empfänger und signalisiert Entschlossenheit, was häufig zu schnelleren Lösungen führt.
Sollte es dennoch zu keiner Zahlung kommen, können König & Partner ein gerichtliches Verfahren einfordern und ihren Klienten sofort vor Gericht vertreten.
Mit einem Inkassounternehmen ist das alles nicht möglich.
Und noch ein weiterer Vorteil hat der Anwalt gegenüber dem Inkassounternehmen: sämtliche Kosten werden auf den Schuldner umgelegt. Das ist bei einem klassischen Inkassounternehmen so meist nicht möglich.
Somit muss das eigene Unternehmen kein weiteres Geld vorstrecken, um die offenen Forderungen gerichtlich zu erwirken.
Die Lösung
Wer direkt mit einer Rechtsanwaltskanzlei zusammen arbeitet, spart sich viel Zeit, Nerven und Kosten. Darauf pocht auch Maren König: „Wenn drei Tage nach Zahlungsfrist kein Geld da ist, wird sofort der nächste Schritt der Eskalationsstufe eingeleitet.“
Das steigert die Chance, dass die Kunden doch noch zahlen. Hartnäckigen Unternehmern zahlt man eher als denen, die schnell den Überblick verlieren.
Um den Überblick zu behalten, gibt es Softwares speziell für das Forderungsmanagement. Mit diesen vergisst man keine Rechnung oder Mahnung. Gerade für kleine Unternehmen, die keine Buchhaltung haben, sind diese Softwares hilfreich.
„Nach der 2. Mahnung gibt es aber keine weitere. Dann müssen härtere Mittel her – da kommen wir ins Spiel“, sagt Marius König augenzwinkernd. Hier hat man sein Geld in gute Hände gegeben und weiß, man hat alles dafür getan, um es zurückzubekommen.
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